Das Fundament: Deine Autorenmarke und Zielgruppe
Damit du einen guten Wiedererkennungswert hast und dir die Marketingarbeit dadurch ein wenig leichter machst, ist es wichtig, deine eigene Autorenmarke aufzubauen. Das beinhaltet nicht nur das Genre, in dem du schreibst, und die Farben, mit denen du deine Werbematerialien gestaltest. Werde dir auch über Dinge wie deine Werte, deinen Schreibstil und dein Alleinstellungsmerkmal bewusst. (Wenn du dabei Unterstützung möchtest, kann ich dir übrigens den „Brand Your Business“-Kurs von Theresa Ehsani empfehlen.)
Finde ebenfalls heraus, wer deine Wunschleser*innen sind. Welches Alter haben sie, welche Interessen, wie sprechen sie, welche Plattformen bevorzugen sie? Diese Dinge können dir helfen, für dich selbst eine Richtung zu finden.
Werde bei KI, Google & Co gefunden
Ja, ich weiß, viele sagen seit Aufkommen von ChatGPT und Co, dass Google (bald) tot wäre. Doch das ist definitiv nicht richtig. Google mag sich verändern, aber es ist und bleibt eine wichtige Quelle und wird laut Umfragen zum jetzigen Zeitpunkt immer noch mehr genutzt als KI. Es ist wichtig, dass du auch bei Google gefunden werden kannst.
Dazu kommt, dass auch die KI wie ChatGPT auf Google und das große, weite Internet zugreift. Selbst wenn also jemand dort nach neuem Lesestoff oder neuen Autor*innen für sich sucht, gibt es dir einen deutlichen Vorteil, wenn du eine eigene Autoren-Website hast. Wenn du nur auf Instagram etc. zu finden bist, hast du hier wiederum einen großen Nachteil, denn – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – kann ChatGPT diese Plattformen (noch) nicht auf die gleiche Weise auslesen und somit auch nicht wiedergeben.
Verlinken können und mehr Informationen zur Verfügung stellen
Wenn du auf Instagram, TikTok, Amazon oder sonstigen Plattformen von neuen Leser*innen gefunden wirst, ist das super. An dieser Stelle ist es dann hilfreich, wenn Personen, die sich für mehr Informationen über dich als Autor*in und deine Bücher interessieren, diese auch bekommen können. Und das am besten, ohne sich durch ewig viele Posts in deinem Feed scrollen zu müssen – das macht nämlich (fast) kein Mensch. An dieser Stelle kannst du ganz einfach auf deine Website verlinken, auf der du alle Infos gebündelt und ausführlich präsentieren kannst.
Übrigens kannst du natürlich auch umgekehrt von deiner Website zu anderen Seiten wie Social Media oder Amazon verlinken.
Baue eine Online-Präsenz auf
Jetzt weißt du, wer du bist und wer deine Leser*innen sind. Du kannst also mit dem eigentlichen Marketing starten. Dabei sollten die Plattformen, auf denen du dich präsentierst zwar zu deinen Leser*innen passen, aber sie sollten auch zu dir passen. Wenn du beispielsweise TikTok nicht ausstehen kannst (wie es bei mir der Fall ist), es aber trotzdem als Marketingkanal nutzt, machst du dir das Leben extrem schwer und letzten Endes merken das auch deine potenziellen Kund*innen und du kannst sie nicht von dir überzeugen.
Eine eigene Autoren-Website
In jedem Fall solltest du eine eigene Website haben. Sie ist der Anker und Mittelpunkt all deiner Werbung. Von ihr kannst du auf andere Kanäle verlinken und wiederum von den anderen Plattformen auf sie verlinken, um zusätzliche Informationen zur Verfügung zu stellen. Die Website gehört allein dir. Du entscheidest, was du darauf zeigst und sie ist unabhängig von Algorithmen.
Ausführlichere Informationen dazu findest du in meinem Blogartikel Die Website für Autoren für mehr Sichtbarkeit und Leichtigkeit.
Lass uns gemeinsam deine neue Website erschaffen.
Mit deinen Ideen, meinem ehrlichen Feedback und meiner Umsetzungskraft, kreieren wir deine überzeugende Website, die nicht nur schön aussieht, sondern auch gefunden wird.
Als Autor*in auf Social Media
Der Klassiker im Marketing ist heutzutage natürlich Social Media. Und wenn du einigermaßen Spaß daran hast, kann es auch ein guter Partner sein, auch wenn die ständig wechselnden und oftmals gefühlt undurchschaubaren Algorithmen einem das Leben schwermachen können. Dort kannst du Einblicke in dein Autorenleben und in deine Bücher geben und so von bereits begeisterten Leser*innen gefunden werden und neue hinzugewinnen.
Pass aber auf, dass du dich nicht verzettelst. Es macht mehr Arbeit, sich um einen Kanal zu kümmern, als man auf den ersten Blick denkt. Vor allem, wenn man es so professionell nutzen möchte, dass es tatsächlich etwas bringt. Tanze also nicht auf allen Hochzeiten – oder in diesem Fall Social Media Kanälen – gleichzeitig, sondern beschränke dich am besten auf maximal zwei – oder hol dir Unterstützung ins Team, die dir Arbeit abnimmt. Du willst schließlich auch noch Zeit zum Schreiben von Büchern haben.
Einige Social Media Kanäle sind zum Beispiel:
- TikTok
- Threads
- YouTube
Google und andere Suchmaschinen
Die Klassiker des Online-Marketings werden gern vergessen: Die Suchmaschinen. Google ist nicht tot, egal was dir manche Leute sagen wollen. Im Gegenteil. Es wird immer noch viel genutzt, weshalb auch eine eigene suchmaschinenoptimierte Website so wichtig ist. (siehe auch meinen Blogartikel Warum SEO für kleine Unternehmen so wichtig ist und was du dafür tun kannst )
Und noch etwas ist in diesem Zusammenhang wichtig: Auch KI-Systeme wie ChatGPT greifen auf das zu, was sie in den Suchmaschinen finden können. Bist du bei Google nicht auffindbar, wirst du in der Regel auch von ChatGPT nicht gefunden und genannt.
Beim Thema Google ist auch die Anlage eines Profils bei Google my Business sinnvoll, um deine Sichtbarkeit und Reichweite noch weiter zu verbessern. Denn hast ein solches Profil gefällst du Google direkt ein bisschen besser und wirst lieber von ihm ausgespielt.
Eine Suchmaschine, die gerne vergessen wird oder fälschlich unter die sozialen Medien eingeordnet wird, ist Pinterest. Auch damit kannst du auf dich und deine Bücher aufmerksam machen.
Baue einen Newsletter auf
Mit einem eigenen Newsletter hast du einen direkten Draht zu deinen Leser*innen. Du stärkst damit die Leserbindung und hast es leichter, deine folgenden Bücher zu verkaufen. Im Gegensatz zu Social Media bist du hier auch nicht davon abhängig, dass der Algorithmus dir hoffentlich wohlgesonnen ist und deine Beiträge an deine Abonnent*innen ausspielt. Stattdessen landen deine Mails zuverlässig direkt im Posteingang und können gelesen werden.
Hinweis: Vergleiche am besten vor der Wahl des Newsletter-Tools die unterschiedlichen Anbieter und entscheide dann, welches am besten zu dir und deinen Anforderungen passt.
Mit Conent-Marketing und einem eigenen Blog Sichtbarkeit gewinnen
Einen eigenen Blog auf deiner Autoren-Website zu betreiben, ist eine langfristige Marketingstrategie. Zugegeben, es dauert länger, einen Blogartikel zu schreiben als einen Social-Media-Post. Allerdings hat er auch eine deutlich längere Lebensdauer. Während Posts innerhalb weniger Tage oder gar Stunden ihre Sichtbarkeit verlieren, überleben Blogartikel mehrere Jahre. Da sie aber auch etwas länger brauchen, bis sie ihre volle Wirkung in der Sichtbarkeit entfalten, ist es sinnvoll, sie mit kurzfristigen Strategien wie Social Media zu kombinieren.
Um sich nicht ewig in der Content-Erstellung zu verlieren, ist es dabei ratsam, Content-Recycling zu betreiben und aus einem Blogartikel gleichzeitig auch einen oder mehrere Social Media Posts zu erstellen. Außerdem kannst du ihn auch für deinen Newsletter nutzen.
Achte dabei auch auf die SEO-Grundlagen, um mit ihnen die volle Wirkung in der Sichtbarkeit zu erzielen.
Möchtest du mehr darüber erfahren, wozu eine Autoren-Website gut ist und wie du sie kreierst?
Lass uns dieses Thema in meinem Blogartikel noch genauer beleuchten und den für dich passenden Weg finden.
Das Marketing rund um die Buchveröffentlichung planen
Um alles aus der Veröffentlichung deines neuesten Buches herauszuholen, ist es ratsam, das Marketing langfristig zu planen. Beginne nicht erst zwei Wochen vor dem Erscheinungsdatum damit, von deinem Buch zu reden. Baue stattdessen über mehrere Wochen und Monaten die Spannung auf. Erzähle vom Entstehungsprozess, veranstalte ein Cover-Reveal, mache mit kleinen Teasern und Leseproben neugierig. Nutze dafür alle deine gewählten Marketingkanäle.
Durch Rezensionsexemplare kannst du zum Beispiel auch Blogger*innen mit ins Boot holen, die von deinem Buch sprechen und mit ihrer Reichweite deine eigene vergrößern. Außerdem kannst du so Rezensionen direkt nach Veröffentlichung bekommen.
Erstelle einen konkreten Zeitplan, der alle Kanäle für den Launch mit einbezieht, damit du nicht die Übersicht verlierst und das volle Potenzial deiner Buchveröffentlichung abrufen kannst.
Ist bezahlte Werbung eine Option mit wie viel Budget?
Neben den kostenfreien Marketing-Möglichkeiten, gibt es natürlich auch die Variante, bei Amazon, Meta, Google oder anderen Anbietern für Werbung zu bezahlen. Dadurch vergrößerst du deine Reichweite, allerdings solltest du dabei immer eine Kosten-Nutzen-Überlegung anstellen. Genauso wie du dein Budget für derlei Aktionen im Auge behalten solltest, sonst können die Kosten schnell überhand nehmen.
Und was ich aus jahrelanger Marketing-Erfahrung sagen kann: Recherchiere vorher gründlich, wie das mit dem Anzeigenschalten bei dem jeweiligen Anbieter funktioniert und wie du das Beste aus deinen Anzeigen herausholen kannst. Sonst verbrennst du am Ende nur Geld und bekommst kaum etwas oder sogar gar nichts zurück.
Eine Kombination aus organischen und bezahlten Marketing-Maßnahmen führt langfristig gesehen am besten zu einem guten Ergebnis.
Baue eine Community auf und binde die Leser*innen an dich
Baust du dir eine Community auf, die deine Bücher mag und immer wieder deine neuesten Erscheinungen liest, erleichterst du dir das Marketing deutlich. Auch empfehlen diese Personen dich gerne weiter, wenn sie nach Büchern und Autor*innen gefragt werden.
Das kannst du zum einen über Social Media machen, ist aber auch vor allem über deinen Newsletter möglich, in den du exklusive Inhalte und Aktionen einbauen kannst und die Leser*innen so noch stärker an dich bindest.
Mach deutlich, dass deine Bücher ohne KI geschrieben sind
Dieser Tipp funktioniert natürlich nur, wenn du deine Bücher tatsächlich ohne KI schreibst. Nimm deine Leser*innen im Entstehungsprozess deines nächsten Buches mit. Zeig, dass du es schreibst, dass mit echten Dienstleister*innen zusammenarbeitest bei der Überarbeitung und wie viel Herzblut du in die Geschichte steckst. Gerade in den Zeiten, in denen immer mehr Bücher auf Amazon & Co herausgebracht werden, die zu großen Teilen oder komplett von KI erstellt wurden, schätzen es die Lesenden, wenn ihnen gezeigt wird, dass sie bei dir „echte“ Bücher zu lesen bekommen.
Rezensionen, Presse und Kooperationen
Buchblogger*innen sind eine gute Möglichkeit, deine Reichweite zu vergrößern und erste Rezensionen zu bekommen. Achte dabei auf ein freundliches Miteinander und einen gegenseitigen respektvollen Umgang.
Auch die klassische Presse darfst du in deine Überlegungen mit einbeziehen. Gerade bei lokalen Autor*innen sind Journalisten häufig aufgeschlossen, einen Artikel über sie zu berichten.
Kooperationen mit anderen Autor*innen sind ebenfalls eine gute Möglichkeit für euch, gegenseitig eure Sichtbarkeit zu verbessern. Denke dabei immer daran, dass ein Miteinander immer besser ist als ein konkurrenzbasiertes Gegeneinander. Leser*innen konsumieren sehr viel mehr Bücher als wir als einzelne Schriftsteller in einem Jahr schreiben können. Wir können einander unterstützen, ohne Einbußen befürchten zu müssen.
Zusätzliche Marketing-Punkte für Selfpublisher
Selfpublisher haben über die Plattformen, über die sie ihre Bücher veröffentlichen zusätzliche Chancen, auf ihr Buch aufmerksam zu machen.
Beschreibung und Metadaten sinnvoll nutzen
Egal, ob du dein Buch über Amazon, tolino, BoD oder einen anderen Anbieter veröffentlichst, du hast (soweit mir bekannt ist) immer die Gelegenheit neben dem Klappentext auch noch weitere Informationen wie Metadaten anzugeben. Gib hier Keywords ein, nach denen deine potenziellen Leser*innen suchen, um bei den richtigen Personen vorgeschlagen zu werden.
Amazon+ nutzen
Wenn du deine Bücher über Amazon KDP veröffentlichst, hast du die Möglichkeit, nicht nur deinen Klappentext und eine Beschreibung zum Buch hinzuzufügen. Dir stehen weitere Marketing-Optionen zur Verfügung wie Amazon+, bei dem du zusätzliche Bilder und Texte auf die Verkaufsseite stellst. Dadurch hast du mehr Platz und Chancen, Interessierte zu Käufern zu machen.
Erfolgsmessung und Optimierung
Um dein Marketing stetig verbessern zu können, ist es wichtig, zu analysieren, wie gut die einzelnen Maßnahmen funktionieren. Nur wenn du weißt, wie deine einzelnen Posts ausgespielt wurden, auf welche Links geklickt wurde und wie sich deine Verkäufe entwickeln, kannst du mit der Zeit deine Strategie anpassen und optimieren. Dafür stehen die eine Menge Analysetools zur Verfügung wie die Social Media Insights, Newsletter-Statistiken oder die Google Search Console.
Noch keine Vorstellung, wie deine Website aussehen könnte?
Bei meinen Designvorschlägen & abgeschlossenen Projekten kannst du dir Inspiration holen, was dir gefallen und dann lass uns einfach über deine Gedanken & Ideen in einem unverbindlichen Erstgespräch reden.
Fazit: Autor*innen stehen viele Möglichkeiten im Marketing offen
Wir haben uns jetzt einige Optionen angeschaut, die du hast, um dein Buch zu bewerben. Sicherlich ist diese Liste auch nicht vollständig. Sei kreativ und halte immer die Augen und Ohren offen. Marketing kann vielseitig sein und wir sollten immer die für uns passende Strategie finden, damit wir uns langfristig damit wohlfühlen und sie uns nicht all die Energie und Zeit raubt, die wir eigentlich zum Bücherschreiben brauchen.
Wenn du jetzt das Thema Website angehen willst und dabei Unterstützung willst oder einfach nur einen außenstehenden Blick für deine eigene Marketing-Strategie möchtest, dann melde dich gern unverbindlich bei mir.
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