Bei mir gibt es auch Fantasy-Bücher ohne Liebe oder zumindest mit nur wenig Liebe

Fantasy-Bücher ohne Liebe, beziehungsweise mit nur wenig Liebe gibt es gefühlt immer weniger. In diesem Kontext meine ich natürlich die romantische Liebe. Immer öfter scheinen Fantasy und Romance unweigerlich zusammenzugehören. Bei meinen Fantasy-Büchern ist das allerdings nicht so. Ja, es gibt Romantasy, aber sehr viel öfter rückt die Romance bei mir in den Hintergrund …

Fantasy-Bücher ohne Liebe im Mittelpunkt sind aktuell schwer zu finden

Ja, Romantasy-Bücher sind natürlich schön und offenbar sind sie auch überaus beliebt. Würde nicht so viel danach gefragt und davon gekauft, würden sich die Verlage schließlich nicht so sehr auf diese Genre-Mischung versteifen. Weil Verlage in erster Linie das abdecken, was am gefragtesten ist und womit sich entsprechend am meisten verdienen lässt, bedienen sie dieses Feld natürlich auch am meisten.

Und wie gesagt, ich kann das ja auch irgendwo verstehen, weil sie durchaus schön sein können. Aber andererseits möchte man zwischendurch doch auch mal etwas anderes lesen, oder? Also zumindest geht es mir so. Ich möchte schließlich auch ein wenig Abwechslung und manchmal habe ich auch einfach keine Lust auf eine Liebesgeschichte. Da will ich einfach nur Fantasy mit Abenteuern, Spannung und dem gewissen Etwas. Maximal mit ein bisschen Romantik in einer kleinen Nebenstory.

Und was ich auf Social Media oder anderswo mitbekomme, bin ich damit nicht allein.

Aber solche Fantasy-Bücher ohne Romantik zu finden, ist gar nicht so leicht. Denn natürlich bewerben und platzieren auch Buchhandlungen und entsprechende Onlineshops im Fantasy-Bereich in erster Linie Romantasy-Bücher.

Fantasy kann auch ohne romantischen Anteil bestehen

Wenn ich Fantasy lese, brauche ich nicht immer unbedingt auch Romance darin. Und schon gar nicht muss sie immer im Mittelpunkt stehen. Fantasy-Bücher haben so viel mehr zu bieten:

  • Eine eigenständige Welt (auch wenn sie in unsere integriert ist und quasi in der Nachbarschaft spielt).
  • Ein Magiesystem.
  • Eigene Regeln und Gesetze.
  • Spannung.
  • Interessante Charaktere.
  • Freundschaften.
  • Abenteuer.
  • Und so viel mehr.

Das alles kann auch schon für sich allein richtig viel Spaß machen und in seinen Bann ziehen. Ich liebe es, mich in diese spannenden Abenteuer zu vertiefen.

Andere zwischenmenschliche Beziehungen in den Fokus gerückt

Und nur weil wir auf die romantische Liebe verzichten oder in den Hintergrund schieben, heißt das doch noch lange nicht, dass wir komplett auf Gefühle verzichten müssen.

Auch Freundschaften bieten eine Menge Potenzial, um mit ihnen die Geschichte zu etwas Besonderem zu machen. Das ist zum Beispiel ein Punkt, der mir bei meinen Fantasy-Büchern unglaublich wichtig ist. Freunde, die miteinander durch dick und dünn gehen. Oder die einem auch schon mal den Kopf zurechtrücken, wenn es gerade nötig ist.

Oder auch die Familien. Bereits aus dem realen Leben wissen wir doch, dass es hier viele Möglichkeiten gibt, um eine eigene Dynamik aufzubauen. Familienmitglieder, die einen immer unterstützen. Oder die einen zur Weißglut treiben, im entscheidenden Moment aber trotzdem für einen da sind. Oder die eben alles nur noch schlimmer machen. Oder die, die man über alles liebt. Auch etwas, das ich gerne in fast alle meine Fantasy-Bücher mit einbringe.

Selbst die Beziehung zum Gegenspieler kann eine entscheidende Rolle spielen und muss nicht sofort wieder etwas mit verflossener oder bestehender Liebe zu tun haben.

Wir haben so viele Möglichkeiten, um ein Fantasy-Buch auch abseits von der großen Liebe zu gestalten, ohne auf Gefühle verzichten zu müssen.

Ein bisschen Romantik als minimaler Nebenstrang der Geschichte. Oder doch ganz ohne?

Dann gibt es natürlich auch den Aspekt, dass man die romantische Liebe nicht komplett aus der Geschichte streichen muss. Also zumindest meiner Meinung nach. Wie gesagt kann man sie auch als kleine Nebenstory einbauen, aber ohne den Schwerpunkt darauf zu legen. Ohne ständig ein Flirten oder neckischen Schlagabtausch einzubauen. Ohne immer wieder Funken und Herzen durch die Luft schwirren zu lassen.

Oder man verzichtet eben komplett darauf. Das ist etwas, was man noch seltener trifft und sich entsprechend noch besonderer anfühlt. Vor allem dann, wenn die Geschichte so rund ist, dass man diesen Aspekt überhaupt nicht vermisst. Weil der Fokus eben auf andere Dinge gelegt wurde.

Ich liebe es, in meinen Fantasy-Büchern die romantische Liebe auch mal in den Hintergrund zu rücken

Gerade weil ich diese Fantasy-Bücher ohne großen Romance so vermisse, entscheide ich mich beim Schreiben meiner eigenen Bücher immer wieder bewusst (oder unbewusst) dafür, genau das zu erschaffen. In meinen Büchern dürfen tiefe Freundschaften und komplizierte Familien in den Mittelpunkt rücken.

Kriegerin der Nacht

Bei der Kriegerin der Nacht habe ich mich ganz bewusst dafür entschieden, den Schwerpunkt auf die Abenteuer, die Geheimnisse und die Freundschaften zu legen. Gwendolyn erlebt in der Trilogie so viel und dabei sind ihr vor allem ihre Freunde immer eine Stütze.

In Band 1 wird sie in die Welt der Vampire geworfen und muss sich erst einmal mit ihrem neuen Leben und noch dazu am Königshof zurechtfinden. Hier hat sie weder Zeit noch den Kopf dafür frei, sich auf eine Liebesbeziehung einzulassen, weshalb ich hier komplett auf diesen Aspekt verzichtet habe.

In Band 2 und 3 lernen wir dann zwei Männer kennen, die durchaus ihr Interesse wecken. Allerdings sind diese Auftritte und vor allem die Auseinandersetzung mit romantischen Gefühlen so gering, dass sie nicht stark ins Gewicht fallen. Vor allem in Band 3.

Cover von Kriegerin der Nacht Erwählt
Cover von Die Magierin Gegen alle Regeln

Die Magierin

Die Magierin ist eine Geschichte, die sich in erster Linie darum dreht, dass sich Rubina aus der Unterdrückung in ihrer Familie und der Magier allgemein befreit. Sie findet den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen und gegen die Regeln der Magier zu verstoßen, um ihre Magie zu retten.

Ja, auch hier gibt es am Rande ein bisschen Romance. Allerdings spielt sie eine extrem untergeordnete Rolle und ist im Laufe der Geschichte gleichzeitig ein wichtiger Schritt für Rubina, der ihr ein Stück Selbstbestimmung und Veränderung ihrer Selbstwahrnehmung bringt, da sie solche Gefühle zuvor nie erfahren durfte. Sie ist ein Teil ihrer Weiterentwicklung, ohne dabei zu viel Raum einzunehmen.

Witches of Chicago

Okay, zugegeben, die Prise Romantik kommt in Band 1 von Witches of Chicago durchaus deutlich hervor. Trotzdem ist sie an sich nur Beiwerk. Der Schwerpunkt liegt bei dieser Buchreihe ganz eindeutig auf der Mischung aus Fantasy und Krimi. Die Jagd nach dem Mörder ihrer Freundinnen hat für Daphne oberste Priorität. Genauso wie für mich beim Schreiben des Buchs.

Und spätestens bei Band 2 rückt die Liebesgeschichte noch weiter in den Hintergrund und ist nur noch ein Beiwerk zur Weiterentwicklung der Charaktere, während sie alles daran setzen, die magische Bevölkerung zu retten.

Cover von Witches of Chicago - Erde und Feuer

Ich schreibe das, was ich selbst gern lesen möchte

Und das meine ich wörtlich. Ja, vermutlich könnte auch ich mehr mit meinen Büchern verdienen, wenn ich es wie die Verlage machen würde und mich auf Romantasy-Bücher konzentrieren würde. Aber das will ich nicht.

Ich möchte für mehr Abwechslung auf dem Buchmarkt sorgen. Ich möchte in meinen Fantasy-Büchern die romantische Liebe bewusst immer wieder in den Hintergrund rücken, damit andere Aspekte der Geschichte deutlicher zum Vorschein kommen und mehr Raum bekommen. Um eben auch dann etwas lesen zu können, wenn ich gerade keine Lust auf Romance habe. (Und ja, ich lese meine eigenen Bücher tatsächlich gelegentlich selbst. Vor allem, wenn ich eben gerade nichts anderes finde, worauf ist Lust habe.)

Wenn auch du Lust darauf hast, kannst du gerne zu einem (oder mehreren) meiner Bücher greifen. Und wenn du weiterhin über meine Neuerscheinungen auf dem Laufenden gehalten werden willst, kannst du weiter unten auf dieser Seite meine Mondlicht-Briefe (also meinen Newsletter) abonnieren.

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Bild von Jasmin Fischer

Jasmin Fischer

Fantasy-Autorin,
Website- & Newsletter-Enthusiastin,
strukturierte Chaotin & Naturliebhaberin

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