Als Autor*in ist man immer auf der Suche nach Marketingmöglichkeiten, die einen voranbringen und einem gleichzeitig nicht so viel Zeit vom Schreiben rauben. Ein eigener Newsletter ist für Autoren somit ein gutes Tool, um die Leser langfristig zu binden und zu wiederkehrenden Käufern zu machen.
Der Newsletter ist ein langfristiger Kanal
Man muss natürlich zugeben, dass es in der Regel eine Weile dauert, bis man die Abonnentenliste des Newsletters so weit gefüllt hat, dass man tatsächlich das Gefühl hat, es lohnt sich, eine neue Mail zu schreiben. Letztlich ist das aber ein Trugschluss, denn bereits mit den ersten Abonnenten erreichst du genau die Menschen, die deine Bücher gern lesen und auf Nachschub von dir warten.
Und wenn diese Personen sich erst einmal in deinen Newsletter eingetragen haben, dann hast du langfristig einen direkten Draht zu ihnen. Sie sehen dich nicht nur einmal, sondern bekommen deine Mails regelmäßig und freuen sich darauf, neue Geschichten von dir zu lesen.
Eine loyale Community & direkter Verkauf deiner Bücher
Die Abonnenten deines Autoren-Newsletters sind bereits Fans von dir. Sie haben eines oder mehrerer deiner Bücher geliebt und wollen mehr von dir. Und dabei natürlich auch vor allem neuen Lesestoff. Das bedeutet auch, dass du deutlich weniger Überzeugungsarbeit leisten musst, um sie zum Kauf deiner Bücher zu bewegen.
Auch baust du durch den regelmäßigen Kontakt zu deinen Lesern das Vertrauen in dich immer weiter aus, was sie noch stärker an dich und deine Bücher bindet und den Kauf des nächsten Buchs umso wahrscheinlicher macht.
Auch erinnerst du sie durch die Mails immer wieder an dich, wodurch sie mit dir verbunden bleiben und du bei ihnen nicht in Vergessenheit gerätst, selbst wenn es mit dem nächsten Buch ein wenig länger dauern sollte. Oder sie denken beim nächsten Bücherkauf an dich und holen sich ein Buch, das von dir bereits veröffentlicht ist, sie aber bisher noch nicht gelesen haben.
Mach dich weniger abhängig von Social Media
Ohne Social Media ist es oft schwer, neue Lesenden zu finden und Bücher zu verkaufen. (Wobei ich auch immer wieder davon höre, dass es Autoren auch ohne Social Media schaffen, erfolgreich zu sein. Und dazu ist der Newsletter ein wichtiger Baustein.) Aber Social Media hat auch das Problem, dass uns unsere Abonnenten nicht gehören. Genauso wenig wie unsere Kanäle. Immer wieder hört man von Horror-Meldungen, dass plötzlich der Account gesperrt ist. Dazu kommt die Herausforderung mit den sich ständig ändernden Anforderungen und Algorithmen.
Der Newsletter aber gehört dir. Du musst dich nicht an Anforderungen von Bild, Video oder Text anpassen und dich den Algorithmen ausliefern. Deine Mail landet direkt im Posteingang von deinen Abonnenten und kann dort direkt gelesen werden. Und sie verschwindet auch nicht, sondert wartet dort darauf, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um sie ohne Stress lesen zu können.
Darum kann es in deinem Autoren-Newsletter gehen
Aus meiner eigenen Anfangszeit mit meinem Newsletter weiß ich, dass man etwas damit überfordert sein kann, was man denn in den Mails schreiben soll. Was interessiert die Lesenden? Dabei brauchen wir uns darüber gar nicht so viele Gedanken zu machen, denn die Abonnenten interessiert quasi alles, was mit dir und deinen Büchern zu tun hat.
Stelle deine Bücher vor & animiere zum Kaufen
Das ist natürlich das, was vermutlich sowohl deine Abonnenten am meisten interessiert, als auch dir am wichtigsten ist, dass sie davon erfahren. Erzähle ihnen, wenn neue Bücher in Arbeit sind und wenn sie veröffentlicht sind, damit sie sie direkt kaufen können.
Erzähle Hintergrundgeschichten zur Entstehung deiner Bücher
Nicht nur die Bücher selbst sind interessant, sondern auch Hintergrundinformationen dazu, wie sie entstanden sind und wie es dir dabei ergangen ist.
Nimm die Lesenden mit in deinen Autoren-Alltag
Deine Bücher sind nicht das einzig interessante für deine Abonnenten. Lesende freuen sich auch immer darüber, mehr über Autoren zu erfahren und darüber, wie ihr Alltag abläuft. Für Autoren ist ihr Alltag etwas selbstverständliches, aber für Außenstehende ist das eine ganz andere Welt, von der sie nichts oder nur wenig wissen. Erzähle ihnen also, was du tust, um deine Buchprojekte voranzubringen und was sonst noch alles zu deinem Autorenleben dazugehört.
Exklusive Inhalte & Vorab-Informationen
Newsletter-Abonnenten sind besonders treu und oftmals auch engagiert, wenn es darum geht, diesen Autor zu unterstützen. Das kannst du belohnen, indem du ihnen Informationen vor allen anderen zur Verfügung stellst oder Inhalte exklusiv nur in deinem Newsletter anbietest. Das können auch Gewinnspiele oder eine exklusive Bestellmöglichkeit von signierten Büchern sein. Oder eine zusätzliche Kurzgeschichte zum neuen Buch.
Über Aktionen & Termine informieren
Bist du bei Veranstaltungen (Messen, Lesungen, Märkte, …) anzutreffen? Sag deinen Abonnenten Bescheid. Auch wenn du besondere Aktionen planst – online oder offline – kannst du darüber informieren, womöglich sogar deinen Abonnenten zum Dank für ihre Treue einen Bonus einräumen, je nachdem was du planst.
Special: Kooperationen mit anderen Autoren
Ein Miteinander ist immer besser als ein Gegeneinander. Bücher werden sehr viel schneller gelesen als sie geschrieben sind und das bedeutet auch, dass du dir keine Sorgen machen musst, Leser zu verlieren, wenn du ihnen zwischendurch Bücher anderer Autoren vorstellst. Vielmehr freuen sie sich über deine Empfehlungen.
Außerdem gibt dir das eine gute Möglichkeit mit anderen Autoren eine Kooperation einzugehen. So könnt ihr euch zum Beispiel gegenseitig in eurem jeweiligen Newsletter den Abonnenten vorstellen, wodurch ihr beide profitieren könnt. Weitere Möglichkeiten sind auch gemeinsame Gewinnspiele oder andere Aktionen.
Weitere Ideen für deinen Autoren-Newsletter
Natürlich gibt es noch sehr viele andere Möglichkeiten, wie du deinen Newsletter nutzen kannst und welche Inhalte du zur Verfügung stellst.
Ein paar Ideen:
- Was passiert gerade auf deinem Schreibtisch?
- Was machst du, um Ideen zu finden?
- Was machst du, wenn du gerade nicht am Schreiben bist? (Du kannst persönliches erzählen, ohne privat werden zu müssen. Du entscheidest selbst, wie viel du von dir preisgibst.)
- Buchempfehlungen von anderen Autoren (auch solcher, mit denen du nicht kooperierst).
- Was liest/hörst du gerade selbst?
- Was beschäftigt dich gerade?
- Geh auf bestimmte Feiertage oder Jahrestage
- Falls du einen Blog auf deiner Website hast, kannst du auch über neue Blogbeiträge informieren.
Lass deiner Kreativität freien Lauf. Und wenn du mal ins Stocken gerätst oder unsicher bist: Frag deine Newsletter-Abonnenten einfach mal direkt in einer Mail. Sie geben dir bestimmt Antworten mit Ideen.
Wie komme ich an Newsletter-Abonnenten?
Natürlich ergibt ein Newsletter nur dann Sinn, wenn ihn überhaupt jemand abonniert hat. Damit die Menschen von ihm erfahren und sich in die E-Mail-Liste eintragen, gibt es mehrere Möglichkeiten, wie zum Beispiel:
- Auf deiner Website das Eintrageformular integrieren und an mehreren Stellen darauf hinweisen.
- Auf Social Media darauf aufmerksam machen.
- In deinen Büchern auf deinen Newsletter hinweisen.
- Auf Messen und anderen Veranstaltungen kannst du ebenfalls deinen Newsletter bewerben.
Je öfter du auf deinen Newsletter Aufmerksam machst, desto größer ist letztendlich auch die Chance, dass die richtigen Personen davon erfahren und sich in deine Liste eintragen.
Ein Anmelde-Dankeschön sollte mit dir und deinen Büchern zusammenhängen
Wenn du den potenziellen Abonnenten ein Dankeschön (oder auch Freebie/Goodie genannt) für ihre Anmeldung zu deinem Newsletter anbietest, dann gibst du ihnen einen zusätzlichen Anreiz, genau das zu tun. Das kann auch dafür sorgen, dass sich deine E-Mail-Liste schneller füllt.
Am besten funktioniert bei einem Autoren-Newsletter in der Regel eine exklusive Kurzgeschichte. Entweder eine, die zu einem deiner Bücher gehört, oder eine eigenständige Geschichte. Schließlich wollen sie mehr von dir lesen. Oder deinen Schreibstil kennenlernen, falls sie noch nichts von dir gelesen haben.
Allerdings weiß ich auch, dass nicht jeder Autor mal eben eine Kurzgeschichte aus dem Ärmel schüttelt. Ich selbst kämpfe auch schon seit Jahren damit, eine für meinen eigenen Newsletter zu schreiben. (Kurzgeschichten arten bei mir einfach viel zu schnell in einen ganzen Roman aus …) Wenn es dir also auch so geht: Du musst dich nicht unbedingt auf eine Kurzgeschichte als Dankeschön versteifen. Auch hier darfst du kreativ werden, vielleicht auch unkonventionell denken.
- Vielleicht möchtest du ein kurzes Video mit einer Botschaft aufnehmen?
- Oder du verbindest die Anmeldung zu deinem Newsletter innerhalb eines bestimmten Zeitraums mit der Teilnahme an einem Gewinnspiel.
- Rabatt für die nächste Bestellung eines Buchs direkt bei dir.
- Eine Überblicksliste mit all deinen Büchern oder deinen Lese-Empfehlungen (auch anderer Autoren).
- Physische Goodies, die du zu deinen Büchern zu Hause hast und nach der Anmeldung zusendest.
- Du bist Fachbuch-Autor? Dann wäre vielleicht auch ein Mini-Kurs als E-Mail-Serie eine Idee, in dem du dein Wissen zeigst und weitergibst. Oder eine Checkliste. …
Und ganz wichtig: Du musst nicht gleich zu Beginn alles perfekt haben. Du darfst auch erstmal ohne ein solches Dankeschön starten, bis du herausgefunden hast, was du machen möchtest. Oder du wechselst das Dankeschön im Laufe der Zeit.
Versandrhythmus deines Newsletters
Wenn du jetzt Angst hast, dass du jede Woche oder gar mehrmals pro Woche eine Mail an deine Abonnenten schreiben musst, dann kann ich dich beruhigen. Einen Newsletter zu betreiben bedeutet in erster Linie, dass du regelmäßig schreiben solltest und das wenigstens einmal im Monat, damit du nicht in Vergessenheit gerätst, beziehungsweise deine Abonnenten vergessen, dass sie sich zu deinem Newsletter angemeldet haben. Aber alles andere ist deine Entscheidung. Ob du einmal im Monat schreibst oder zweimal oder wöchentlich hängt letztendlich davon ab, wie oft du etwas zu erzählen hast und wie viel Zeit dir dafür zur Verfügung steht. Du darfst dich auch langsam an das Thema herantasten.
Wie starte ich mit meinem Autoren-Newsletter?
Wenn du jetzt Lust bekommen hast, mit deinem eigenen Newsletter zu starten, aber nicht genau weißt, wie du vorgehen sollst, habe ich hier eine kurze Checkliste, wie du vorgehen kannst:
1) Erstelle ein Konto bei dem Newsletter-Tool-Anbieter deiner Wahl. (Meine Empfehlung ist Brevo, die Gründe dafür kannst du in diesem Blogbeitrag nachlesen. Aber natürlich kannst du auch ein anderes verwenden, das dich mehr anspricht.)
2) Richte das Tool ein und passe die Grundeinstellungen an. (Double-Opt-in Verfahren, Anmelde-Formular erstellen, ein erstes grundlegendes Design für deine Newsletter-Mails mit dem richtigen Footer für Rechtssicherheit)
3) Integriere das Anmelde-Formular auf deiner Website.
4) Erzähle auf Social Media und überall, dass du jetzt einen Newsletter hast, zu dem man sich anmelden kann.
Du kannst auch direkt mit einer Willkommens-Automation, also einer kleinen Mail-Serie für deine Abonnenten nach Newsletter-Anmeldung, starten. Dadurch bekommen sie direkt die ersten Mails und du verschaffst dir einen kleinen Puffer, bis sie den nächsten Newsletter von dir erwarten.
Und sobald sich der erste Abonnent angemeldet hat, heißt es: regelmäßig Newsletter schreiben. Denn ja, bereits die erste Person zählt, auch wenn es für dich ein wenig seltsam anfühlt. Aber schließlich weiß diese eine Person nicht, dass sie bisher die einzige in deinem Verteiler ist und erwartet trotzdem Informationen von dir.
Wenn du beim Start mit deinem Newsletter Unterstützung möchtest, dann melde dich gern bei mir. Ich übernehme das Technische und unterstütze dich auch beim kreativen Part, wenn du das willst.

