Mit Newsletter-Listen deine Abonnenten noch besser erreichen

Du hast bereits einen eigenen Newsletter, aber womöglich hast du das Gefühl, dass es damit noch besser laufen könnte. Oder du merkst einfach, dass du noch mehr aus diesem Marketingtool herausholen möchtest. Mit Listen zu unterschiedlichen Themen, in die sich die Abonnenten eintragen können, kannst du das erreichen.

Was sind Newsletter-Listen?

Keine Sorge, Listen haben in diesem Kontext nichts mit Aufgaben zu tun, die du noch abarbeiten musst. Listen in deinem Newsletter-Tool sind dazu da, um die Abonnenten in Gruppen einzuteilen. Wenn du dann einen Newsletter schreibst, kannst du auswählen, an welche dieser Gruppen die Mail versendet werden soll. Hast du also 3 unterschiedliche Listen, kannst du entscheiden, ob die Mail nur an Liste 1 gesendet werden soll oder an mehrere dieser Listen.

Wieso kann es sinnvoll sein, mit Listen zu arbeiten?

Schauen wir uns zwei unterschiedliche Beispiele an.

Beispiel 1 wann separate Newsletter-Listen sinnvoll sein können

Nehmen wir einmal an, dass du Autorin von Liebesromanen und Krimis bist. Einige von den Fans deiner Krimis können allerdings mit Romance so gar nichts anfangen.

  • Szenario 1: Wenn sie denken, sie bekommen jetzt regelmäßig Liebesbriefe in ihren Mails zu lesen oder sollen sich etwas von den perfekten Liebesgeschichten am Meer anhören, könnte sie das davon abhalten, sich überhaupt in deinen Newsletter einzutragen.
  • Szenario 2: Sie melden sich trotzdem zu deinem Newsletter an, können aber mit den Mails, die sich um deine Romance-Bücher drehen, nichts anfangen. Weshalb sie natürlich auch nicht mit ihnen interagieren, zum Beispiel in Form von „Ich klicke auf den Link, um das Buch zu kaufen“. Und womöglich verlieren sie mit der Zeit immer mehr das Interesse an deinem Newsletter und öffnen ihn gar nicht mehr, wodurch sie natürlich auch die Infos zu deinen Krimis verpassen.

Das gleiche gilt natürlich auch andersherum für die Romance-Fans. (Und für jedes andere Thema.)

Um dem entgegen zu wirken kannst du direkt bei der Anmeldung zum Newsletter abfragen, für welches der beiden Themengebiete sie sich interessieren. Natürlich können sie sich auch für beide Listen eintragen, wenn sie das möchten. Dadurch hast du die Möglichkeit, beide Gruppen zielgerichtet mit deinen Newslettern anzusprechen und somit immer genau die zu erreichen, die sich tatsächlich für die Inhalte interessieren.

Das erhöht auf beiden Seiten die Zufriedenheit mit dem Newsletter. Denn die Abonnenten bekommen das zu lesen, worauf sie sich immer wieder freuen. Und du kannst dich über eine höhere Interaktionsrate freuen.

Beispiel 2 für die Nutzung von Newsletter-Listen

Hast du schon einmal mit dem Gedanken gespielt, ein Event zu veranstalten? Online oder offline spielt dabei eine nebensächliche Rolle. Zum Beispiel möchtest du zur Feier der Veröffentlichung deines neuen Buchs eine Lesung veranstalten.

Dann kann es auch hier sinnvoll sein, eine eigene Liste dafür zu erstellen. Die interessierten Personen können sich speziell für dieses Event in diese spezielle Liste eintragen. Auf diese Weise kannst du ihnen gezielt Informationen schicken, die sich um diese Veranstaltung drehen. Auch kannst du im Nachhinein diese Personen noch einmal anschreiben und dich für ihre Anwesenheit bedanken. Oder ihnen die Aufzeichnung der Lesung schicken, wenn diese Online stattgefunden hat und von dir aufgezeichnet wurde. Vielleicht willst du auch nur für diese Personengruppe als Dankeschön eine Verlosung oder ein kleines Geschenk anbieten.

Durch eine separate Liste sorgst du dafür, dass andere Personen, die sich nicht dafür angemeldet haben, diese Mails nicht erhalten.

Wie man Listen aufbaut

Neue Listen kannst du mit nur wenigen Klicks im entsprechenden Bereich innerhalb des Newsletter-Tools wie beispielsweise Brevo erstellen. Achte dabei darauf, dass du für die Liste einen Namen wählst, der eindeutig ist und von dem du auch in einem halben Jahr noch weißt, was damit gemeint ist.

Damit diese Listen gefüllt werden, brauchst du natürlich ein entsprechendes Anmeldeformular. Hier hast du entweder die Möglichkeit, für jede Liste ein eigenes Formular zu erstellen. Das ist dann sinnvoll, wenn du an unterschiedlichen Stellen auf deiner Website unterschiedliche Zielgruppen ansprichst.

Oder du erstellst ein Formular, bei dem du eine Wahlmöglichkeit einbaust, bei der sich die Person, die sich gerade für den Newsletter anmeldet, selbst für eine (oder mehrere) der Listen entscheidet.

Was ist mit den Abonnenten, die sich in mehrere Listen eintragen?

Wenn du jetzt Sorge hast, dass du denjenigen, die sich in mehrere deiner Listen eingetragen haben, mehrere Mails ins Postfach schickst, wenn du einen Newsletter an mehrere Listen gleichzeitig verschickst, kann ich dich beruhigen. Wenn du bei den Adressaten sowohl die Liste der Romance-Fans wie auch die der Krimi-Fans anklickst (um bei dem vorherigen Beispiel zu bleiben), vergleicht das System automatisch die beiden Gruppen miteinander. Das sorgt dafür, dass am Ende jede Person die Mail nur einmal erhält.

Wenn du jetzt ebenfalls loslegen willst: Gehe Schritt für Schritt vor

Das eigene E-Mail-Marketing zu verbessern, ist immer eine gute Idee. Trotzdem ist es hilfreich, im ersten Moment des Enthusiasmus nicht zu schnell voranzupreschen. Hier mal eine kurze Checkliste mit den Fragen und Stationen, die du durchlaufen kannst, wenn du ebenfalls mit unterschiedlichen Abonnentenlisten in deinem Newsletter arbeiten möchtest.

  1. Was bietest du an und was hast du dazu zu erzählen? Gibt es unterschiedliche Themen?
  2. Hast du unterschiedliche Zielgruppen? Oder gibt es womöglich innerhalb deiner Zielgruppe unterschiedliche Interessen, die du berücksichtigen willst?
  3. Konntest du für diese Fragen klare Antworten finden, bei denen das Ja überwiegt? Kurz gesagt: Ist es sinnvoll, mit Newsletterlisten zu arbeiten?
  4. Überlege dir eine sinnvolle Unterteilung der Abonnentengruppen und achte darauf, dich nicht zu verzetteln. Denke daran, dass du diese später auch pflegen musst. Je mehr Listen, desto höher der Aufwand, bzw. desto mehr Newsletter musst du schreiben. Außerdem kann eine zu große Gruppenauswahl den potenziellen Abonnenten auch verwirren und überfordern und letztendlich von der Anmeldung abhalten.
  5. Lege die Listen in deinem Newsletter-Tool an.
  6. Erstelle oder überarbeite deine Anmeldeformulare und integriere sie in deine Website.
  7. Falls sinnvoll und gewollt, kannst du nun auch unterschiedliche Templates, also Vorlagen für die Mails innerhalb der unterschiedlichen Listen erstellen. (Wenn du allerdings gelegentlich auch Newsletter an mehrere Gruppen gleichzeitig verschickst, solltest du es an dieser Stelle nicht übertreiben, um Verwirrungen zu vermeiden.)

 

Wenn du bei irgendeinem Schritt Unterstützung möchtest, ob zum Brainstormen oder bei der technischen Umsetzung, melde dich gern bei mir.

Hier schreibt:

Bild von Jasmin Fischer

Jasmin Fischer
Fantasy-Autorin,
Website- & Newsletter-Enthusiastin,
strukturierte Chaotin & Naturliebhaberin