Newsletter-Gestaltung: Wie sollte mein Newsletter aussehen?

Wenn man mit seinem eigenen Newsletter anfängt, stellt sich oftmals auch die Frage, wie er denn aussehen sollte. Was kommt bei den Abonnenten gut an? Was muss ich beachten? Gibt es Regeln? Vielleicht kommen dir diese Fragen oder andere auch erst später, wenn du schon eine Weile aktiv warst. Gehen wir also mal der Newsletter Gestaltung auf den Grund.

Das Design ist deine eigene Wahl

Zunächst einmal die gute Nachricht: Du entscheidest, wie dein Newsletter aussieht. Hier gibt es keinen insgeheimen Wettstreit oder Vergleiche oder gar Regeln wie man sie oft auf Social Media findet. Dieser Newsletter gehört dir allein und du allein entscheidest darüber, was du darin zeigst und wie du es zeigst.

Nur Text?

Möchtest du ausschließlich mit Text arbeiten? Das ist absolut möglich und sieht man sogar recht häufig. Wenn du also keine Lust hast, dich großartig mit Bildern und Gestaltung auseinanderzusetzen, hast du durchaus die Möglichkeit, einfach nur das zu schreiben, was du loswerden möchtest.

An dieser Stelle möchte ich dir noch den Rat geben, aber dennoch darauf zu achten, Absätze einzubauen. Ein einziger großer Fließtext wirkt schnell abschreckend und ermüdend. Statt einer Textwüste ist es also vorteilhaft, deine Gedanken in Häppchen aufzuteilen und durch ein wenig Freiraum dazwischen voneinander zu trennen.

Oder mit Farbe und Bilder?

Einfach nur Text kann manchmal aber auch etwas langweilig und ermüdend wirken. Für die Lesenden, aber natürlich auch für einen selbst beim Erstellen. Daher ist es immer eine gute Idee, Farbe und Bilder mit einzubauen.

Das kann auch ganz simpel gestaltet sein.

  • Indem du dein Logo oder ein kleines Banner ganz oben in jede deiner Newsletter-Mails packst, was auch gleichzeitig für einen sofortigen Wiedererkennungswert
  • Du kannst auch deine Mail mit Überschriften unterteilen und diese mit deiner Branding-Farbe hinterlegen.
  • Zu deinen Ausführungen sind auch Bilder möglich. Zum Beispiel kannst du ein Bild von deinem Messestand hinzufügen, wenn du darüber berichtest, dass du dort warst. Oder das Cover deines neuen Buchs.
  • Und wenn du eine zusätzliche persönliche Note einbringen möchtest, kannst du am Ende jedes Newsletters ein Bild von dir selbst zu deinem Abschiedsgruß einfügen.

Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ob nur wenige Akzente oder fest integrierte Grafiken: du entscheidest.

An diesen Punkten kannst du dich orientieren

Wenn du dir unsicher bist, was du machen willst oder was das Beste ist, damit die Gestaltung deines Newsletters auch dem dienlich ist, wozu du ihn regelmäßig versendest, kannst du dich an folgenden Punkten orientieren.

Das Ziel deines Newsletters

Bevor du mit deinem Newsletter gestartet hast, hast du ein Ziel festgesetzt, wozu du diese Mails regelmäßig versendest. Dieses Ziel kannst du auch jetzt im Blick behalten.

Wenn du zum Beispiel nur kurze Impulse geben möchtest, die die Lesenden zum Nachdenken anregen sollen, ist es vielleicht am sinnvollsten, in erster Linie auf Text zu setzen.

Stellst du deine neuen Produkte vor, wie zum Beispiel dein neu erschienenes Buch, dann ist es höchstwahrscheinlich sehr sinnvoll, dieses Produkt auch mit Bild zu zeigen. So kannst du mehr Emotionen wecken und leichter zum Kaufen überzeugen.

Welcher Zielgruppe schreibst du?

Eine wichtige Frage in diesem Zusammenhang ist auch, wem du schreibst. Geschäftspersonen wollen vielleicht nur schnell die wichtigsten Fakten. Jemand, der deine Liebesromane mit Freude liest, möchte hingegen wahrscheinlich ein bisschen stärker emotionalisiert werden. Entsprechend darfst du in deine Überlegungen nicht nur mit einbeziehen, was du selbst gern hast, sondern auch, was deine Wunschkunden möchten.

Ich empfehle dir Struktur & Topics zur schnelleren Einordnung für die Lesenden

Je nachdem, wem du schreibst, mögen diese Personen mehr oder weniger Farben und Bilder in ihren Mails sehen. Was sie alle aber in der Regel gemeinsam haben: Sie brauchen Übersichtlichkeit.

Sie wollen keine Textwüste, in der sie sich nicht zurechtfinden und bei der es ihnen schwerfällt, die Mail zu lesen. Deine Newsletterabonnenten freuen sich, wenn du in deine Mails Struktur bringst und ihnen die Aufnahme der Informationen dadurch erleichterst.

Dies kannst du bereits durch simple Absätze in deinen Texten erreichen. Aber auch Überschriften, die als solche kenntlich gemacht sind, können hilfreich sein. Wenn du lange Newsletter schreibst, kann auch eine Gliederung zu Beginn der Mail sinnvoll sein.

Die Betreffzeile darf neugierig machen & den Inhalt deines Newsletters wiedergeben

Ein Punkt, der bei der Gestaltung eines Newsletters oft vergessen wird, ist die Betreffzeile. Auf den ersten Blick scheint sie so unscheinbar, aber in Wahrheit ist sie ein sehr großer Hebel. Denn die Betreffzeile ist neben dem Absender das Erste, was der Empfänger von deiner Mail liest. Und bei Newslettern wird oftmals bereits dort entschieden, ob die Mail überhaupt geöffnet wird oder nicht.

Es ist also durchaus sinnvoll, sich kurz (oder lang) darüber Gedanken zu machen, wie man diese Zeile formuliert, um neugierig zu machen. Dabei sollte man allerdings darauf achten, dass sie auch tatsächlich das wiedergibt, was den Adressaten in der Mail erwartet, sonst fühlt er sich schnell hinters Licht geführt und ist alles andere als begeistert.

Eine gute Idee ist auch immer, eine Personalisierung in Form des Namens mit einzubringen, um direkt eine enge Verbindung herzustellen. Das verleiht außerdem ein Gefühl von Exklusivität und erhöht dadurch die Chance, dass die Mail geöffnet wird.

Außerdem hast du die Möglichkeit, Emoticons einzusetzen. Damit kannst du meist im Postfach zusätzliche Aufmerksamkeit auf dich lenken. Allerdings solltest du dieses Mittel mit Bedacht einsetzen und es nicht übertreiben, sonst hat es einen eher abschreckenden Effekt. Und die Mailinganbieter stufen dich womöglich als Spam ein.

Für Wiedererkennung im Header (und im gesamten Newsletter) sorgen

Bilder und Farben sind auch ein gutes Mittel, um für Wiedererkennung zu sorgen. Wie weiter oben schon einmal erwähnt, kannst du durch ein Bild oder gestaltetes Banner ganz oben in deinem Newsletter den Adressaten auf den ersten Blick erkennen lassen, von wem diese Mail kommt. Und nicht nur das. Dadurch erzeugst du auch direkt ein Gefühl der Vorfreude oder eine Emotion, die diese Person mit dir und deinen Mails verbindet. Damit holst du sie direkt besser ab und kannst sie zum Weiterlesen animieren.

Falls du dich mit dem Gedanken von Bildern in deinem Newsletter überhaupt nicht anfreunden kannst, kannst du alternativ auch eine immer gleiche, spezielle Begrüßung oder einen Slogan verwenden.

Durch die Verwendung deiner Markenfarben, die du auch außerhalb deines Newsletters nutzt, kannst du in deiner Mail zusätzlich ein vertrautes Gefühl erzeugen und dafür sorgen, dass die Person sich unterbewusst mit dir und deinen Produkten verbunden fühlt. Selbst wenn du deine Produkte gar nicht erwähnst.

Integriere eine „Erinnerung“ in den Footer, wer hier schreibt

Wir kennen es vermutlich alle: Man hat viel im Kopf, an das man tagtäglich denken muss. Und man hat vielleicht auch viele Interessen. Das kann auch schon mal dafür sorgen, dass wir bei mehreren Personen einen Newsletter abonnieren. Aber obwohl man sich tatsächlich für jeden davon interessiert, verliert man manchmal vielleicht aus den Augen, wer genau diese Person ist und was sie so besonders macht, dass wir sie mögen.

Ich habe zum Beispiel von mehreren Autorinnen ihren Newsletter abonniert. Genauso von einigen Marketing-Freelancerinnen. Und während es mir (vielleicht berufsbedingt oder weil ich ihnen auch auf Instagram folge) bei den Autorinnen leicht fällt, sie auseinanderzuhalten und direkt zu wissen, wer sie sind, merke ich bei den Marketerinnen immer wieder, dass ich bei ihnen genauer nachdenken muss.

An dieser Stelle kann es von Vorteil sein, wenn man am Ende jedes Newsletters (aber vor den rechtlichen Pflichtangaben) einen kurzen Reminder einbaut, von wem diese Mail kommt. Das kann ein Bild von dir beim Abschiedsgruß sein. Oder du schreibst ein paar Worte zu deiner Person oder deinem Angebot. Oder eine Kombination. Oder du hast eine ganz andere Idee.

Lass dich inspirieren

Bestimmt hast auch du den einen oder anderen Newsletter abonniert. Wenn du sie durchgehst, kannst du dich von ihnen inspirieren lassen.

Die meisten Newsletter-Tools wie beispielsweise Brevo bieten auch Vorlagen, die du verwenden und mit deinem eigenen Text und deinen Bildern individualisieren kannst.

Auch online findest du immer wieder Beispiele für die Gestaltung von Newslettern.

Ein Beispiel: Mein eigener Autoren-Newsletter

Ich selbst betreibe auch seit mehreren Jahren als Autorin einen eigenen Newsletter, in dem ich über meine Bücher und mein Autorenleben berichte. Exemplarisch gebe ich dir hier einmal einen Einblick, wie dieser aktuell bei mir aussieht.

  • Start mit einem Banner.
  • Begrüßung mit kurzer Einleitung.
  • Unterteilung in 3 immer gleiche Bereiche, die es in jedem meiner Newsletter gibt. Sie werden durch einfache Banner voneinander getrennt.
  • Den Hinweis auf neueste Blogartikel habe ich ganz einfach nur mit meiner Farbe hinterlegt.
  • Abschluss mit einem Foto und einem kurzen Text zu meiner Person. Außerdem ein Hinweis auf ein paar bereits veröffentlichte Bücher.
  • Rechtlich notwendige Angaben ganz unten.

 

Beispiel der Gestaltung eines Newsletters von Autorin Jasmin Fischer

Übrigens: Dein Newsletter ist nicht in Stein gemeißelt. Wenn du in einem Jahr mit der Gestaltung nicht mehr zufrieden bist, kannst du sie ändern. Es muss nicht sofort perfekt sein. Auch das Aussehen meines Newsletters hat sich im Laufe der Zeit verändert und war anfangs deutlich simpler und weniger strukturiert. Auch bin ich aktuell noch nicht vollends zufrieden und bin bezüglich Optimierungsmöglichkeiten weiterhin am Überlegen (die aber derzeit keine Priorität haben).

Wenn du Unterstützung beim Sortieren deiner Gedanken in Bezug auf deinen Newsletter möchtest, stehe ich dir gern mit einer Beratungsstunde zur Seite.

Hier schreibt:

Bild von Jasmin Fischer

Jasmin Fischer
Fantasy-Autorin,
Website- & Newsletter-Enthusiastin,
strukturierte Chaotin & Naturliebhaberin